Die Geschichte der Puzzles reicht über 250 Jahre zurück.
Die Welt in zehn, hunderten, tausenden Teilen. Landschaften, Tiere, Märchenfiguren, Autos, Schiffe, Gemälde, Architektur … nein, nein, es ist nicht das Schreckgespenst der Apokalypse, sondern das allseits bekannte Puzzle. Puzzlehersteller klagen nicht über mangelnde Inspiration, denn die Motive der Puzzles können praktisch alles sein. Jeder Hersteller hat sicherlich seine eigenen Lieblingsmotive und -themen, aber die Offenheit gegenüber den Kunden bedeutet, dass deren Bedürfnisse und die aktuellen Trends den Ton angeben. Dasselbe galt für die Entstehung der ersten Puzzles. Ihr Hersteller, auch wenn es vielleicht etwas zu viel verlangt ist, war John Spilsbury.
Der erste Puzzlehersteller
Ein Puzzlehersteller wäre erstaunt über die Entwicklung, die Puzzles seit dem 18. Jahrhundert durchlaufen haben. Genauer gesagt, seit 1767, als der Londoner Kartograf John Spilsbury eine Landkarte auf ein dünnes Holzbrett klebte und in Stücke schnitt. Jedes Stück wurde entlang der Grenze eines bestimmten Landes ausgeschnitten. Puzzles erwiesen sich als gute Idee, denn sie waren ideal zum Lernen von Geografie. Deshalb beschloss der erste Puzzlehersteller, sie zu verkaufen. Damals konnten sich nicht alle Menschen Puzzles leisten, daher waren Spilsburys Kunden wohlhabende Leute. Sie kauften die Puzzles natürlich für ihre Kinder.
Hierbei ist anzumerken, dass der Erfinder des Puzzles es nicht in der uns heute bekannten Form schuf. Die ersten Puzzles griffen nicht ineinander, was beim Zusammensetzen größere Präzision und äußerste Vorsicht erforderte. Schon die geringste Bewegung des Tisches ließ das Bild auseinanderfallen.
Die ersten Puzzles für Erwachsene
Frühe Puzzles, sogenannte „Dissektionen“, waren jedoch nicht nur etwas für Kinder. Sie waren auch ein beliebter Zeitvertreib unter wohlhabenden Erwachsenen. Allerdings waren Holzpuzzles damals recht teuer und kosteten etwa 5 Dollar pro Stück (heute umgerechnet 140 Dollar). Dadurch waren sie für Erwachsene aus der Arbeiterklasse weitgehend unerschwinglich.
Erst um 1900 wurden Puzzles für Erwachsene wirklich populär und verbreiteter. Dies wurde durch die Einführung preisgünstigerer Papppuzzles begünstigt. Um 1908 gehörten Puzzles bereits zum festen Bestandteil des Alltags der Oberschicht. Durch das Aufkommen von Papppuzzles wurden sie auch für die breite erwachsene Bevölkerung erschwinglicher.
Während es Holzpuzzles schon früher als Lernmittel gab, erlebten sie ihre Popularität und Zugänglichkeit als Zeitvertreib für Erwachsene erst um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert mit der Einführung der preisgünstigeren Papppuzzles einen richtigen Aufschwung.
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